Holz Espermüller

FIRMENCHRONIK

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Team Die Espermühle ist der älteste noch bestehende Handwerksbetrieb in Bayrisch-Schwaben... mehr
Kunstmühle 1802 verlieh Kaiser Franz II. die Espermühle an Christoph Daniel... mehr
1935 1935 wurde die Mahlmühle umfangreich renoviert und erhielt das heutige... mehr
Umbau 1950 1950 konnte ein neues Bürogebäude aus Stahlbeton errichtet werden. 1961... mehr
Urkunde In einer Urkunde aus dem Jahre 1369 erfolgt die erste... mehr
Wappen Im 16. Jahrhundert tauchte erstmalig das Wappen der Espermüller auf.... mehr
Hobelwerk 1974 1974 kam es zur so genannten Realteilung, bei der der... mehr
Holzmarkt 2000 2000 wurde Lisa Maria, Tochter von Thomas Espermüller geboren, mittlerweile... mehr
Silo 2012 2012 wurde ein neues Silo zur Aufnahme der Säge- und... mehr

Bild UrkundeIn einer Urkunde aus dem Jahre 1369 erfolgt die erste Erwähnung des Namens „Espermüller“, ein Name der zunächst als Berufsbezeichnung, im Sinne von „Müller auf der Espermühle“ verstanden wurde. Im Jahre 1439 kamen die jetzigen Espermüller auf die Mühle: Hans Kohler aus Linden erwarb die Espermühle, 1440 wurden Konrad Endorffer und Jörg Spleiß als Lebensträger bestellt.

1450 brannte die Mühle das erste Mal ab. Neben Hans Espermüller werden Peter, Jörg und Bernhard Espermüller, sowie Hans II., der Sohn des „Stammvaters“ und dessen 1465 erstmals erwähnten Söhne, Hans III. und Christian Espermüller erwähnt. Die Familie Espermüller stand damals in hohem Ansehen und wirtschaftlichem Wohlstand. Im 16. Jahrhundert, zur Zeit der Reformation, konvertierten die Espermüller zum Protestantismus. Daran maßgeblich beteiligt, war der Prediger Matthias Espermüller, der vehement für seinen Glauben eintrat und 1545 deswegen sogar die Stadt verlassen musste.

In den Jahren 1558 und 1559 war Hans Espermüller Bürgermeister und ein Jahr später tauschte er die Mühle mit seinem Sohn Matthias. Dieser verstarb allerdings sehr früh, weswegen seine Frau, 1572 die Mühle der Stadt zum Kauf anbot. Nachdem dies scheiterte wurde ihr späterer Ehemann Christian Gast neuer Eigentümer. 1652 übernahm Matthias Espermüller die Mühle von seiner verwitweten Mutter. Währen dieser Zeit hat er mit extremen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, weshalb er die Stadt um einen Nachlass der so genannten „Mühlengult“ bat. Nachdem Matthias zwischen 1654 und 1660 starb, wurde seiner Witwe Euphrosina die Mühlengult herabgesetzt.

Ach Jahre später übergab sie die Mühle an ihren Sohn Johannes. In der Kaufurkunde wurde erstmalig eine Lohmühle (Einrichtung zum Zerkleinern und Entrinden von Holz, hauptsächlich Fichte und Eiche) erwähnt. Als zusätzliche Einnahmequelle erwarb Johannes 1672 die Genehmigung zum Malzbrechen. Da das Geld nicht ausreichte, musste er Feldarbeit leisten. Am 08. April 1720 brannte die Espermühle zum 2. Mal ab. Sieben Jahre später fand eine Besitzübergabe an Balthasar und Johann Espermüller statt, die Söhne von Johannes Espermüller. 1730 wird Josef Espermüller als Betreiber der Öl- und Sägemühle genannt.

1744 verkaufte die Frau von Balthasar die Mühle an Melchior Espermüller aus Augsburg, bereits 1750 wurde sie an Johannes, den Sohn Balthasars verkauft. Ein Jahr später errichtete dieser eine Walkerei, die Ölmühle wurde aufgegeben. Vier Jahre später wurde das Leinwandwalken offiziell erlaubt. 1761 brannte die Lohmühle und Walkerei abermals ab.

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